Rehburg siegt im Kreispokalfinale!

Fußball-Kreispokal: Im Finale setzen sich die RSVerinnen dank einer herausragenden Torhüterin und viel Siegeswillen gegen SV BE Steimbke mit 1:0 durch.

Das Spiel begann auf beiden Seiten sehr zögerlich. Beiden Teams war anzumerken, dass man hier nicht den entscheidenden Fehler machen möchte. Die erste Chance des Spiels hatten die Kreis-Meisterinnen aus Steimbke: Die schnelle Laurin-Sophie Dörntge lief nach schönem Pass auf die herausragende RSV-Keeperin Voigt zu, zog mit viel Wucht auf das Gehäuse, aber Rehburgs Torfrau hielt ihr Farben mit ihrer ersten Glanzparade im Spiel (26.).

Nur kurze Zeit später brannte es erneut lichterloh im Strafraum des RSV Rehburg, aber erneut wehrte Voigt einen Schuss von Dörntge bravourös ab. Der Nachschuss landete an der Latte und schließlich konnte Mascha Busse in höchster Not zum Eckball klären.

Das Spiel verlief größtenteils nur auf das Tor der Rehburgerinnen, jedoch blieben die Frauen vom RSV stets durch ihre schnelle Spitze Benita Janitzky über Konter gefährlich. Kurz vor der Pause zeigte die Schiedsrichterin Stefanie Bade (TuS Leese) plötzlich auf den Strafstoßpunkt im Rehburger Sechszehner. Ein angebliches Handspiel wurde geahndet, welches zu lautstarken Protesten von den Rängen führte. Aber erneut Jenny Voigt zeigte ihre ganze Klasse und fischte den satten Schuss von Junkersdorf aus der rechten unteren Ecke.

Und weil es im Fußball so oft kommt, wie es kommen muss: Nutzt man nicht seine eigenen Chancen, wird man dafür bestraft! Rehburg setzte erneut einen schnellen Konter in der 45. Minute an und Benita Janitzky versenkte das runde Leder sehenswert in den eckigen Kasten. Ein psychologisch wichtiger Treffer, zu einem wertvollen Zeitpunkt.

In der zweiten Halbzeit drückten die Steimbker Frauen weiterhin auf das Tor der Rehburgerinnen. Entweder zielten sie jedoch zu ungenau oder die Torfrau der Rehburgerinnen war zur Stelle. Aber auch Rehburg kam noch zu mindestens einer weiteren hochkarätigen Chance. Nach einem tollen Solo über die Hälfte des Platzes konnte jedoch „Kate“ Dedunski ihren Schuss nicht platzieren und fand in Schwarzenberg ihre Meisterin. Das 2:0 wäre hier so wichtig gewesen und hätte den Rehburgerinnen wahrscheinlich mehr Sicherheit gegeben.

In der 73. Minute – als die Spannung bereits zu greifen war – kam es zu einer Undurchsichtigen Szene für die rund 500 Zuschauer/innen am Seitenrand: Nach einer Ecke der Steimbkerinnen stocherten Freund und Feind im Fünfmeterraum um den Ball. Torfrau Jenny Voigt schien den Ball bereits festzuhalten, windete sich jedoch dann verletzt auf dem Boden. Den freigewordenen Ball, der sich nun auf der rechten Rehburger Abwehrseite befand schob eine Steimbkerin ungehindert ins Netz, obwohl bereits fast 10 Sekunden die Rehburger Torfrau verletzt am Boden lag.  Steimbke feierte diesen Treffer, aber die Unparteiische entschied nach Absprache mit ihrem Assistenten auf Abstoß für Rehburg, da sie bereits hätte längst abpfeifen müssen (Torfrau verletzt am Boden). Hier hat Schiedsrichterin Bade vollkommen korrekt gehandelt, denn Fairplay sollte auch in einem Pokalfinale immer Vorrang haben!

Die Schlussphase wurde nun immer turbulenter. Steimbke löste quasi die Abwehr auf und stürmte einen Angriffslauf nach dem Anderen. Auch die 15! minütige Nachspielzeit führte nicht dazu, dass man an diesem Tag RSV-Torhüterin Voigt überwinden konnte. Rehburg war nicht mehr in der Lage für Entlastung zu Sorgen, da das Spiel bei allen Spielerinnen mittlerweile seine Spuren hinterlassen hatte. Mit dem Abpfiff fielen sicherlich mehrere große Steine von den Rehburger Herzen, und man stürmte den Platz. Im Anschluss gab es bei den Feierlichkeiten kein Halten mehr: Torfrau Voigt wurde von Ihren Mitspielerinnen zu Recht in die Lüfte geworfen und kräftig geherzt. Nachdem die Siegerehrung mit reichlich Sekt gefeiert wurde ging es für die Rehburgerinnen mit dem Planwagen zurück nach Rehburg, wo ausgiebig im Funktionsgebäude der Kreispokalsieg gefeiert wurde.

Alles Gute nach Steimbke!

Der RSV Rehburg wünscht der Steimbkerin, die sich in der Nachspielzeit (deshalb 15. Minuten Nachspielzeit) schwer verletzte alles Gute und baldige Genesung.

Aufstellungen:

RSV Rehburg: Voigt, Begau, Dedunski, Kahraman, Busse, Laufer, Wieczorek, Jahns, Fanselow, Janitzky, Fischer, Hainke, Lange, Monecke, Habbe, Schmidt.

SV BE Steimbke: Schwarzenberg, Hildebrandt, Ossadnik, Bandemer, Dörntge, N. Junkersdorf, Meyer, Lüdtke, Ohlendorf, Rettberg, A. Junkersdorf, Niestroj, Blech, Heinze, Schalwig, Kriesel, Pulina, Benecke.

Foto: Die Harke – Nienburger Tageszeitung