Mit Leidenschaft zum Sieg – 3:1 gegen VfL

Am vergangenen Sonntag gewann unsere 1. Herren mit einer fulminanten Mannschaftsleistung im Derby gegen VfL Münchehagen.

Wer hätte das gedacht? Unsere 1. Herren reiste am Sonntag mit großen Personalsorgen in das Ortsderby zum Kreisligaführenden VfL Münchehagen und brachte durch eine bärenstarke Mannschaftsleistung drei Punkte mit nach Hause. Vor dem Spiel war klar, dass mit Anhjo Schönberg (verletzt), Björn Brunschön (Urlaub), Bastian Slaby (gelb-gesperrt) und Dimitri Wolf (privat verhindert) vier Leistungsträger aus dem Kader des RSV’s fehlten. Zusätzlich fehlte Gerrit Harmening, der die linke Seite einnehmen sollte. Die Vorrausetzungen waren also denkbar schlecht.

Fehlte Gelb-gesperrt - Bastian Slaby

Fehlte Gelb-gesperrt – Bastian Slaby

Nichts desto Trotz fand Coach Oliver Bödeker bei der Spielansprache wohl die richtigen Worte, als er seinen Mannen die Spiele von Liverpool gegen Dortmund und Hannover 96 gegen Borussia Mönchengladbach ins Gedächtnis rief. Die Marschroute war klar:

„Wir haben nichts zu verlieren und können nur gewinnen! Dafür muss aber gefightet werden!“

Dies nahmen sich die Männer um Kapitän Martin Dökel mit auf den Platz und boten das kampfbetonteste Spiel der Saison. Kein Zentimeter des Platzes wurde hergeschenkt, jeder Gegenspieler in den Zweikampf gezwungen. Zur Not mit vereinten Kräften. Auch die frühe Führung der Gastgeber durch Janik Liebkowsky in der 12. Spielminute war diesmal nicht der allzu oft gesehene Genickbruch unserer Jungs. Im Gegenteil. Alle Spieler bauten sich gegenseitig auf, legten nochmal 10% nach und gingen jeden Weg der nötig war.

Schnell machte man die Schwachstelle der Gäste aus. Der VfL verteidigte extrem weit vorn im Feld, sodass sich viele Räume für Stürmer Martin Bauerschäfer boten. So war es dann auch in der 35. Spielminute. Nach einem feinem Pass von Pascal Schwarz erlief Bauerschäfer den Ball, gab diesen im Sechszehner weiter nach links zum mitlaufenden Pierre Schmidt und dieser wurde unsanft vom Gegner zu Boden gebracht. Der Schiedsrichter zeigte Folgerichtig auf den Punkt. Den Strafstoß versenkte Jens Brunschön nervenstark im Gehäuse der Gäste.

Der VfL kam anschließend noch zu zwei weiteren Torversuchen in der ersten Halbzeit. Die erste Chance schloss Emre Aydin aus 20 Metern ab. Die zweite Chance – ein Freistoß aus halblinker Position (18 Meter). Beide Bälle hielt der gut aufgelegte RSV-Schlussmann Tobias Reimann gekonnt und sicherte somit den 1:1 Pausenstand für seine Farben.

Arbeitete als Sechser überall auf dem Platz - Martin Dökel

Arbeitete als Sechser überall auf dem Platz – Martin Dökel

In der zweiten Halbzeit nahm das Spiel nochmals an Intensität zu. Den vielen mitgereisten Rehburger Zuschauern wurde ein packendes Match geboten. Der VfL verlagerte sich mehr und mehr auf lange Bälle und stellte das Aufbauspiel so gut wie ein. Die RSV-Defensive mit Tim Gallmeyer, Lennart Axmann, Markus Komarov und Tim Grote konnten jedoch an diesem Spieltag eine Sahneleistung abrufen. Viele Bälle wurden im ersten Zweikampf gewonnen und wenn der Gegenspieler doch einmal eine Lücke fand, so war entweder der nächste Defensivmann mit einem Fuß dazwischen oder Tobias Reimann parierte.

In der 62. Spielminute schickte Brunschön wieder Bauerschäfer mit einem schönen Pass durch die Schnittstelle der Abwehr auf die Reise. Dieser behielt allein vor VfL-Keeper Maximillian Thamm die Nerven und schob den Ball rechts am Keeper vorbei zum 2:1 ein. Nun sah man dem Gastgeber seine Selbstzweifel an. Mit den Einwechslungen von VfL-Trainer Georgiev und Offensivmann Can Köyyar zwei Minuten nach dem Führungstreffer des RSV’s, versuchten die Hausherren nochmal das Ruder herumzureißen. Köyyar brachte nochmal neuen Schwung auf der rechten Seite des VfL’s, was jedoch der eingewechselte Danny Kunzmann ebenfalls zu kontrollieren wusste. Georgiev konnte (trotz aller Bemühungen) keine Akzente setzen.

Traf zum entscheidenden 3:1 - Pascal Schwarz

Traf zum entscheidenden 3:1 – Pascal Schwarz

Auf beiden Seiten kamen die Stürmer nochmal zu Torchancen, jedoch konnte weder Bauerschäfer für den RSV, noch Faruk Barbaros für den VfL einnetzen. Die Gastgeber öffneten immer weiter ihr Spiel und wurden immer anfälliger für Konter. Somit war es Pascal Schwarz vorbehalten, in der 88. Spielminute nach Pass von Bauerschäfer, seinen Gegenspieler Emre Aydin aussteigen zu lassen, um anschließend überlegt sowie kraftvoll in die linke Ecke abzuschließen.

Die letzten Minuten hielt der RSV sein Abwehrbollwerk aufrecht und gewann somit hochverdient mit 3:1 gegen den Aufstiegsaspiranten aus Münchehagen.

Auf diesem Wege wollen wir unserem Spieler Malte Busse gute Besserung wünschen, der in der 65. Minute verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, da er sich die Schulter ausgekugelt hatte. Am kommenden Samstag erwarten wir den TuS Steyerberg im frischli Sportpark. Wir freuen uns über jede Unterstützung!

2016-04-19T01:05:34+00:00